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Das Wehrwesen der rheinischen Städte in der frühen Neuzeit

Dieter Bongartz M.A.


Seit jeher stellten Städte Machtfaktoren von enormer wirtschaftlicher, politischer und militärstrategischer Bedeutung dar. Daraus ergab sich für die Stadtherren sowie die städtischen Gemeinden zu jeder Zeit die Notwendigkeit auch Schutz und Wehrhaftigkeit ihrer Städte zu gewährleisten. Seit der Antike waren bauliche Verteidigungsanlagen wie Erdwälle, Palisaden, Mauern und seit der Frühen Neuzeit immer komplexere Festungswerke ein Garant für Sicherheit. Doch bedurften alle passiven Abwehrmaßnahmen stets einer aktiven wohl organisierten Besatzung, die im Bezug auf Ausrüstung und Ausbildung den Anforderungen einer sich ständig verändernden Kriegsführung Rechnung tragen musste. Ziel dieses Dissertationsprojektes soll es sein, am Beispiel ausgewählter rheinischer Städte wie Köln, Bonn und Siegburg Strukturen sowie Funktion des Wehrwesens, die sich aus den spezifischen geografischen, ökonomischen oder politischen Ansprüchen der einzelnen Städte ergaben, darzulegen, Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede herauszustellen und Wandlungen über den vorgegebenen Zeitraum zu beobachten und zu erklären. In diesem Rahmen werden auch Fragen nach der Größe städtischer Aufgebote, ihrer Finanzierung und nicht zuletzt nach der zunehmenden Professionalisierung des städtischen Militärwesens durch Soldtruppen und Stadtsoldaten in der Frühen Neuzeit gestellt werden. Die Arbeit möchte zudem den Versuch unternehmen, die im Zuge der Analyse gewonnenen Erkenntnisse zur ökonomischen und gesellschaftlichen Stellung der Bürgermilizen in ihren sozialgeschichtlichen Kontext einzuordnen.

Kontakt: diolbo[at]t-online.de   
Betreuer: Prof. Dr. Manfred Groten

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